Kaum hat sich die kleine schwarze Katze den Schlaf aus den Augen gerieben, muss sie
erschrocken feststellen, dass eine gewaltige Flut die alte Welt unter sich begräbt. Gerade
noch so rettet sie sich auf ein Segelboot, wo nach und nach auch ein diebisches Äffchen,
ein gutmütiger Labrador, ein schläfriges Wasserschwein und ein stolzer Sekretärvogel
Zuflucht finden. Schon bald wird klar: Ihre Verschiedenheit ist ihre Stärke und gemeinsam
stellen sie sich den Herausforderungen der neuen Welt.
Regisseur Gints Zilbalodis (AWAY – VOM FINDEN DES GLÜCKS) lässt uns in dieser
großartigen Geschichte sanft in wunderschönen Tier- und Wasserwelten treiben. Obwohl
FLOW auf eine ausschweifende Vermenschlichung seiner Protagonisten verzichtet,
begegnen uns die tierischen Abenteurer ungemein beseelt. Sie vermitteln über Miauen,
Grunzen und Bellen mehr Emotionen, als sie es mit Hilfe prominenter Synchronstimmen
jemals könnten. FLOW ist ein Highlight für Groß und Klein!
Section: Open Eyes Schulprogramm 2025
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Flow
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Sisterqueens
Jamila is nine, Rachel eleven and Faseeha twelve when they take their first steps into a new hip-hop culture. The Berlin girls meet at a rap project, become friends and take off with their Sisterqueens crew. This documentary follows them over four years through their daily life with parents, siblings and their unusual chosen hip-hop family, where they learn a lot about hook lines and even more about self-respect.
We watch the three at rehearsals, studio recordings and stage performances, where they counter the well-known gender clichés of rap with their own songs. They also discuss their experiences with racism and exclusion and turn what happens to them into rhymes. Faseeha tests the boundaries with other artistic forms of expression, Rachel thinks about what self-determination means to her, and Jamila witnesses a frightening incident that makes her doubt the sanity of the police. They formulate their ideas and questions about what it means to be themselves, always with humour and to the point. -
„Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“
Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.
Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise. Die Dokumentation beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz trifft, aber auch auf ziviles Engagement. Sie begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, dokumentiert die katastrophale Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz Gewalt und tödlicher Risiken den Weg nach Deutschland gefunden haben.
Während Deutschland dazu beiträgt, eine europäische Festung zu errichten, gerät die politische Landschaft ins Wanken. Von emotionalisierten Medienberichten bis zu hilflos nach rechts rudernden Politiker*innen zeichnet sich eine gesellschaftliche Erzählung ab, die sich gegen Migrant*innen und Schutzsuchende richtet. Ist Migration überhaupt das große Problem, zu dem es gemacht wird? Oder offenbart die Abschottungspolitik tiefere gesellschaftliche Ängste?
In eindringlichen Geschichten zeigt der Film eine zunehmend beängstigende Realität aus Sicht von Geflüchteten und analysiert die Dynamiken hinter dem historischen Rechtsruck. Im Dialog mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Publizist*innen fordert Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes dazu auf, den brutalen Status quo und die scheinbar unaufhaltsame Radikalisierung der Migrations- und Asyldebatte in Frage zu stellen.
Denn damit es auch in Zukunft bei einem glaubhaften „Nie wieder“ bleibt, brauchen wir Alternativen – Alternativen, die der unvermeidbaren Realität von Migration in einer krisenhaften Welt und einem Einwanderungsland im Umbruch gerecht werden.
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Playtime
PLAYTIME deals with the issue of education in Brazil through both a documentary and fictional approach. The students talk about problems that affect them, such as violence, racism, and femicide, citing experiences from their families. What’s more, they dramatize situations they’ve experienced, as they do when it’s impossible to film in schools surrounded by police operations. In another school, they rehearse the book Clara dos Anjos, by Lima Barreto, written at the beginning of the 20th century and which shows the abuse of a young black suburban girl. From this dramatization, they compare
this story with their experience of today’s problems. The documentary was based on a survey we carried out with public school teachers from primary and secondary schools. We then l ooked for schools representing different neighborhoods and communities in
Rio de Janeiro. The documentary part was developed from classroom debates on the topics raised in the research: school dropouts, racism, drug trafficking, stray bullets, and early pr egnancy. We also included in the film the events we faced both the police
operation and the difficulty and sometimes impossibility of getting permission to film. -
Moelln Letters, The
In November 1992, a racist arson attack in Mölln shattered the lives of İbrahim Arslan and his family. At just seven years old, İbrahim survived, but he lost his sister, his cousin and his grandmother. In the aftermath of the attacks, the city received hundreds of letters of solidarity which were ignored for nearly three decades. Woven into İbrahim’s poignant journey of discovery and his encounters with three letter writers, these rediscovered letters form a visual and emotional bridge between past and present. The film follows İbrahim and his siblings, painting a complex portrait of the lasting trauma that continues to affect them to this day. While İbrahim has found a way to cope by fighting against racism and advocating for a remembrance culture centred on the victims’ perspectives, his brother Namik is still at the beginning of his journey to come to terms with the traumatic experiences. The film not only amplifies the perspectives of the victims and survivors but also uncovers the vibrant solidarity that once existed – a solidarity of which the victims and survivors were previously unaware. It offers a new perspective on remembrance – one that takes the voices of survivors and their experiences seriously and provides them with the space and recognition that they deserve.
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Far from being Lipizzans
Olga Kosanović lebt seit ihrer Geburt 1995 in Wien – doch ihr Antrag auf die österreichische Staatsbürgerschaft wird abgelehnt. Warum? Sie war im Laufe ihres Lebens insgesamt 58 Tage zu lange im Ausland. Diese persönliche Erfahrung ist der Ausgangspunkt für eine kluge, humorvolle und vielschichtige filmische Auseinandersetzung mit den Themen Zugehörigkeit, Nation und Identität.
Mit spielerischem Zugriff kombiniert „Noch lange keine Lipizzaner” Dokumentation, Performance, Interviews und Archivmaterial. Die Regisseurin hinterfragt die Rituale rund um Staatsbürgerschaft und zeigt, wie absurd und willkürlich die Regeln oft sein können. Dabei nimmt sie auch nationale Mythen ins Visier – etwa das Symbol der Lipizzaner, die längst außerhalb Österreichs gezüchtet werden, aber wie kaum etwas anderes für österreichische Identität stehen.
Durch Gespräche mit Jurist:innen, Philosoph:innen und Künstler:innen, wie u.a. Toxische Pommes, Judith Kohlenberger und Robert Menasse, hinterfragt Kosanović mit scharfem Blick, wer dazugehören darf – und warum. Ihr Film ist ein kluges, sehr persönliches und zugleich universelles Plädoyer für ein offeneres Verständnis von Zugehörigkeit. -
Souleymane’s Story
As he pedals through the streets of Paris to deliver meals, Souleymane repeats his story. In two days, he has to go through his asylum application interview, the key to obtaining papers. But Souleymane is not ready.
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Family Approach, The
Almost like family, but always temporary: Amidst parental love, bureaucracy and youth welfare services, three youth workers do everything they can to create a home for children.